Hintergründe

Über das Projekt

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Die Konzepterstellung

Im Auftrag der Stadt Kamp-Lintfort hat die Innovation City Management GmbH zusammen mit der Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft und der RAG Montan Immobilien GmbH im Jahr 2017 ein Quartierskonzept für das Stadtquartier Lintfort entwickelt.

Dabei stand unter anderem die energetische Modernisierung von Gebäuden und die Senkung des Strom- und Wärmebedarfs im Fokus. Das hat für die Bürgerinnen und Bürger konkrete Vorteile: Sie können zum einen von einem Beratungsangebot profitieren, zum anderen sinken langfristig die Energiekosten. Darüber hinaus können die CO2-Emissionen reduziert werden, was sowohl dem Klimaschutz als auch der Lebensqualität zu Gute kommt.

Der Begriff InnovationCity verdeutlicht, dass das Stadtquartier Lintfort mit innovativen Lösungen und Herangehensweisen entwickelt werden soll. Dabei werden nicht nur die einzelnen Gebäude betrachtet, sondern auch technologische, wirtschaftliche und soziodemografische Aspekte berücksichtigt. Dieser Ansatz basiert auf den Erkenntnissen und Erfahrungen aus der InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop. Dort wird bereits seit 2010 gezeigt, wie ein klimagerechter Stadtumbau umgesetzt werden kann.

Die Konzepterstellung wurde von der KfW gefördert und von den Stadtwerken Kamp-Lintfort sowie VIVAWEST unterstützt.

Ergebnisse

In dem Konzept für das Stadtquartier Lintfort wurde zum einen analysiert, wie die aktuelle Lage im Gebiet unter verschiedenen Gesichtspunkten aussieht. So wurde beispielsweise deutlich, dass Teile des Projektgebiets besonders für junge Familien attraktiv sind und dass durch die Hochschule Rhein-Waal auch viele Studierende in die Stadt ziehen werden. Es zeigte sich dabei jedoch auch, dass es noch einzelne Entwicklungspotenziale, u. a. im Bereich der Nahversorgung (z. B. Supermärkte), gibt.

Energie sparen bedeutet Geld sparen
Eine alte Heizungsanlage, einfach verglaste Fenster, ein ungedämmtes Dach – viele Gebäude wurden seit Jahrzehnten nicht oder nicht ausreichend saniert und verursachen so einen unnötig hohen Energieverbrauch und damit auch Kosten. Auch das Auslaufen der Kohle-Deputate kann den Kauf einer neuen Heizungsanalage notwendig machen. Wie die eigenen vier Wände fit für die Zukunft gemacht werden können und wie viel Energie und Geld dabei eingespart werden kann, wurde ebenfalls in dem Konzept gezeigt. Zudem wurden die Weichen für den Aufbau eines Beratungsangebots zur energetischen Gebäudemodernisierung gestellt.

Weitere Projektideen
Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen in dem Konzept identifiziert, mit denen Eigentümer/-innen, Mieter/-innen und auch Wohnungsgesellschaften in den kommenden Jahren Energie sparen können. Diese umfassen zum Beispiel den Wechsel auf Fernwärme oder Erdgas sowie den Ausbau von Photovoltaik und Solarthermie. Hinzu kommen allgemeine Projektideen, von denen auch Mieter/innen profitieren können. Sei es mit einer Austauschaktion für ineffiziente Küchengeräte, Live-Verbrauchsmessungen beim Strom oder die Unterstützung beim Erwerb von Immobilien.

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